Inside Online Marketing

Der E-Commerce-Anteil am Versandhandel hat im Herbst dieses Jahres erstmalig die 50% Marke geknackt. E-Commerce ist also weiter auf Vormarsch und der Aufwärtstrend setzt sich trotz Wirtschaftskrise kontinuierlich fort. Rund die Hälfte der E-Commerce Umsätze werden dabei mit Hilfe von E-Mail Marketing generiert. Diese Entwicklung hat natürlich auch dazu geführt, dass der Wettbewerb um den User, der die E-Mail empfangen und lesen soll, härter geworden ist. Die Marketing-Verantwortlichen haben mittlerweile gelernt, dass gut gemachte E-Mail Kampagnen zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor geworden sind.

1. Relevanz

Ein Trend der sich auch 2010 ungebrochen fortsetzen wird, ist Relevanz. Mit der Automatisierung von E-Mail Programmen ist es möglich, Prozesse so aufzusetzen, dass zielgruppengerichtet und individuell angesprochen wird. Automatisierte Prozesse die auch keine zusätzliche Manpower für das Produzieren von getriggerten Ausendungen benötigen, generieren Öffnungsquoten die zwischen 30 und 70% liegen, also signifikant besser als der Standard von 10 – 20%. Voraussetzung für die Nutzung dieser Möglichkeiten ist eine professionelle E-Mail Versendesoftware.

2. E-Mail wird mobil

In wenigen Jahren, so schätzen Experten, wird der Großteil der Internetnutzung nicht mehr auf dem PC, sondern auf mobilen Endgeräten stattfinden. Diese mobile Revolution stellt natürlich auch Werbetreibende vor neue Herausforderungen. 2010 wird dieser Trend einen weiteren Anstoß erhalten. E-Mail Marketing Treibende sind deshalb gut beraten, wenn Sie Ihre Werbemittel den mobilen Endgeräten anpassen (Bildschirmgrößen, Lesebereiche etc.) und sich für eine E-Mail Marketing Software entscheiden, die den Versand an Handys unterstützt.

3. Integrierter Einsatz von Webanalyse

Integrieren Sie Webanalyse-Tools in Ihr E-Mail Marketing. Im Zuge der sukzessiven Optimierung Ihrer E-Mail Kampagnen ist es natürlich sehr wichtig zu wissen, wo Sie einen User, der auf eine Ihrer Kampagnen reagiert, verlieren und für welche Angebote sich dieser interessiert hat. Dies ermöglicht in Folge eine zielgerichtete Ansprache und eine wesentlich höhere Wandlungsquote.

4. Social Media Integration

Ende September brachte es die Studie von Silverpop auf den Punkt. Werbe-E-Mails, die in sozialen Netzwerken wie Facebook veröffentlicht werden, erreichen durchschnittlich 24% mehr Empfänger als traditionelles E-Mail Marketing. Damit ist die Funktion gemeint, eine Meldung in einem Newsletter mit einem Klick per Twitter oder Facebook an Follower und Freunde weiterzuleiten (Share to Social/Share with your Network).Empfehlungen sorgen so regelmäßig für zusätzliche Klicks. Natürlich ist es auch möglich auf Plattformen wie Twitter oder Facebook gezielt Leads für Ihren E-Mail Verteiler einzusammeln.

5. Optimierung

Erfolgreiches E-Mail Marketing befindet sich in einem steten Kreislauf aus Analysieren, Lernen und Optimieren. Jede einzelne Ihrer durchgeführten Kampagnen sollte auf Stärken und Schwächen hin überprüft werden. Darunter fallen natürlich das Überprüfen der Betreffzeile, das leseoptimale Gestalten der Inhalte, die Darstellungstests in unterschiedlichen Webclients und Free-E-Mail Programmen aber auch die zielgruppenspezifische Individualisierung von Bild und Text. Optimierungspotentiale müssen erkannt und in Handlungsanforderungen umgesetzt werden. Für die Optimierungsprozesse sollten ausreichend Ressourcen eingeplant werden.

6. Technik

E-Mail Versende- bzw. Newsletter-Software wird sich zum neuen strategischen, matchentscheidenden Business-Tool entwickeln. Der Trend zu professionellen Lösungen wird sich stark fortsetzen. Sehr viele Unternehmen arbeiten immer noch mit semi-professionellen Lösungen oder improvisieren. Die heute verfügbaren professionellen ASP-Lösungen, bei denen in der Regel mit zertifizierter Hardware-Infrastruktur gearbeitet wird, lassen in der Regel keine Wünsche offen was die Funktionalität und das Zustellverhalten betrifft. Fassen Sie im neuen Jahr eine Evaluation ins Auge!

7. Medienkonvergenz

Das Zusammenspiel von E-Mail Kampagnen mit anderen Werbekanälen wird immer wichtiger. Inhaltliche Medienkonvergenz fördert auch neue Formate der crossmedialen Vermarktung. Eines der aktuelleren Beispiele für Crossmedia-Vermarktung sind Online-Communitys. Sie stellen eine Erweiterung des standardmäßigen Internetangebotes von Fernseh- oder Radiosendern, Zeitschriften oder auch Verlagen dar. Diese „virtuellen Gemeinschaften“ nutzen die Popularität der eingeführten Marke und bieten Nutzern die Möglichkeit, online auf zusätzliche Informationen zuzugreifen und sich untereinander in Foren oder Chats auszutauschen.

8. Integration von Suchmaschinenmarketing

SEM ist aus dem heutigen Online-Marketing Alltag fast nicht mehr wegzudenken und hat sich neben SEO als die Hauptstütze der gesamten Werbeentwicklung erwiesen. Leider werden die Synergieeffekte, die sich aus dem Zusammenspiel unterschiedlicher Werbekanäle ergeben, noch zu wenig genutzt. Das trifft auch für E-Mail Marketing zu. Geben Sie den Usern die Möglichkeit, sobald sie auf Ihrer Website gelandet sind, eine Permission abzugeben, um ihn so zu einem späteren Zeitpunkt erneut kontaktieren zu können. Speichern Sie Informationen, über welche Keywords der User auf Ihre Website gekommen ist und nutzen Sie diese Informationen für eine gezielte spätere Ansprache.

Themen Newsletter Dezember 2009: