E-Mail Performance Analyse 2012

Mit der enormen Masse an Daten die in der heutigen Zeit generiert, gespeichert, weiterverarbeitet und analysiert wird, kombiniert mit der enormen Geschwindigkeit in der entsprechende Analyseergebnisse generiert werden können, operieren wir in einer Zeit und einem Raum der keine Entschuldigung zulässt Ihre Email-Kampagnen nicht in irgendeiner Form einem Testverfahren zu unterziehen.

Eines der einfachsten Dinge das dabei herauszufinden ist, für welches sich Marketingverantwortliche jedoch leider viel zu selten die Zeit nehmen, ist der optimale Versendetag und der optimale Versendezeitpunkt. Diese Parameter sind zwar kein statisches Konzept, sondern sind vielmehr auch abhängig von Kundenverhalten oder der Anzahl der Mails im Maileingang des potentiellen Kunden, lassen aber trotzdem äußerst interessante Schlüsse hinsichtlich der voraussichtlichen Performance der E-Mail Kampagne zu. 

Wir haben ein Jahr lang Mails an über 10 Millionen Empfänger analysiert und die interessantesten Ergebnisse aufbereitet, damit Sie ihre nächste Emailkampagne optimal vorbereiten und einsteuern können, denn der beste Newsletter ist wertlos, wenn ihn niemand liest. Durch die Wahl des richtigen Versandzeitpunktens lässt sich die Öffnungsrate mitunter verdoppeln. Damit zählt der richtige Versandzeitpunkt zweifelsohne zu den wichtigsten Faktoren, die darüber entscheiden, ob ein Mailing geöffnet wird oder eben auch nicht wobei saisonale Schwankungen sowie tages- und uhrzeitbedingte Performanceschwankungen analysiert worden sind.

 

Saisonale Performanceschwankungen

 

Auch beim Versenden von Mailings gibt es klare saisonale Schwerpunkte. Den Analysen der Studie zufolge werden gegen Jahresende (November, Dezember) rund 45% mehr E-Mails versendet, als im Jahresdurchschnitt, was angesichts der steigenden Konsumfreudigkeit zur Weihnachtszeit nur wenig verwunderlich ist. Interessant jedoch die Tatsache, dass ein klarer Zusammenhang zwischen der Saison, dem Versendvolumen und der Öffnungsrate besteht. So ist in den Monaten mit überdurchschnittlichem Versendevolumen eine unterdurchschnittliche Öffnungsrate der jeweiligen Mailings zu verzeichnen. Im Gegensatz dazu wurden in den Monaten mit weniger Versendevolumen, wie beispielsweise Januar, Februar, Juli und Oktober, entsprechend höhere Öffnungsraten erzielt.

Folgende Grafik zeigt die jeweils prozentuelle Abweichung vom Jahresdurchschnitt, im Vergleich zur Öffnungsrate des entsprechenden Monats:

 

Saison

 

Tagesbedingte Performanceschwankungen

 

Bei der Analyse der Öffnungen nach Wochentagen scheint die oft gelesene Empfehlung der Vergangenheit, nämlich Mailings in der Wochenmitte zu versenden, endgültig überholt zu sein.

Saison

 

Generell ist das Wochenende einem Versand unter der Woche vorzuziehen, wobei die interessanterweise Montag und Dienstag im Vergleich zum Freitag hinsichtlich der Öffnungsrate besser abschneiden.

 

Uhrzeitbedingte Performanceschwankungen

 

Ein ähnliches Bild wie bei der Analyse des optimalen Versendetages findet sich auch bei der Identifikation der bestmöglichen Tageszeit wieder. Auch hier gilt die Prämisse:  das Ausweichen auf Randzeiten steigert die Öffnungsraten entsprechend und Mailings sollten wenn möglich nicht nur zur Mittagszeit versendet werden. Ein Versand zu Tagesrandzeiten (in der Früh bzw. am Abend) führt zu signifikant höheren Öffnungsraten.

Saison

 

In der Vergangenheit galt es noch als Notwendigkeit das Mailing möglichst morgens um 09.00h zu versenden, damit auch alle potentiellen Leser genug Zeit haben die E-Mail zu lesen. Eine Überflutung von E-Mails zu genau diesem Zeitpunkt  war das Resultat. Wenig verwunderlich also, dass zwischenzeitlich die Abendstunden massiv aufgeholt haben, wenn es um die Erzielung einer  möglichst hohen Öffnungsrate geht.

 

Resümee

 

Wie die Ergebnisse verdeutlichen, ist ein dringendes Umdenken der Onlinemarketer erforderlich, hat sich doch das Nutzungsverhalten deutlich geändert. Das Mailaufkommen hat in den letzen Jahren permanent und rapide zugenommen, so dass sämtliche Stand Alones noch während der Arbeitszeit gelesen werden könnten.

Wenn die Empfänger besonders viele Mailings erhalten, findet offensichtlich eine rigorosere Selektion statt und es werden entsprechend weniger Mailings geöffnet. Es empfiehlt sich daher Mailings eher antizyklisch zu versenden.  Auch bei der Tageszeit ist zu berücksichtigen, dass Newsletter offensichtlich vor allem abseits des hektischen Tagesgeschehens gelesen werden.

Die Themen der aktuellen Ausgabe Juni 2013: